jugendstil-nrw.de

Nach märchenhaften fünf Jahren hat unsere „Pension Grimm“ im Haus-Schulte-Witten in Dorstfeld ihre Pforten geschlossen. Die interaktive Märchenausstellung machte bis 2018 für ihre Besucher*innen die Welt der Märchen lebendig.

 

Was war die Pension Grimm?

Wer löst diese Aufgabe?

Seit Eröffnung am 21. März 2013 etablierte sich die interaktive Märchenausstellung als ein fester Bestandteil des literaturpädagogischen Angebots in unserem Haus, das weit über Dortmund hinaus auf großes Interesse bei Familien, Lehrer*innen, Literaturpädagog*innen, Erzieher*innen und Kindern stieß.

Kinder und Märchen, ein alter Zopf?

Das war die erste Frage, die sich den Ausstellungsmachern aufdrängte, als sie aus Anlass des vor 200 Jahren erschienenen ersten Bands der »Kinder- und Hausmärchen« der Brüder Grimm eine Ausstellung für 2013 in den Räumen des Kinder- und Jugendliteraturzentrums jugendstil planten: Sind Märchen für Kinder heute noch von Bedeutung?

Märchen können was

Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, führte jugendstil im Vorfeld mehr als 70 Workshops zu ausgewählten Märchen mit Kindern im Grundschulalter durch. Die Rückmeldungen waren beeindruckend: Fast alle Kinder waren begeistert von den Märchen, fanden diese spannend, cool oder einfach nur schön. Einige ihrer Bilder, Wünsche und Ideen flossen in die Konzeption der Ausstellung mit ein. So entstand die „Pension Grimm“, in der Märchenfiguren in jedem Raum Spuren hinterlassen haben. Die interaktive Literaturausstellung richtete sich primär an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren.

Kinder wurden zu Märchenhelden

Eine zweieinhalbstündige Führung durch die Ausstellung war so angelegt, dass die Kinder zunächst ein Märchen mit Objekten aus dem Koffer erzählt bekamen. Im Anschluss daran wurden die Kinder selbst zu Märchenhelden, die in die Ausstellung hinausgehen mussten, um dort sieben Aufgaben zu lösen. Sie stellten kann sich unterschiedlichsten Herausforderungen und lösten Aufgaben, für die sie entsprechende Gaben erhielten. Am Ende zeigten die Kinder sich gegenseitig, wie es ihnen auf ihrem Weg ergangen war und was sie erlebten.